Start Mein Equipment Teleskope 3" f/9,2 Bresser "Tchibo-Dobson"

Bei diesem Teleskop handelt es sich um mein Zweites. Gekauft habe ich es Mitte der Neunziger, als ich es zufällig in unserer Tageszeitung bei den Gebrauchtkaufanzeigen entdeckte.



























Ein paar Jahre zuvor hatte ich bereits einen 60/700mm Refraktor, mit dem ich meine ersten Beobachtungen machen konnte. Dieser reichte mir aber nicht lange, ein größeres Teleskop konnte ich mir aber damals in den Achtzigern nicht leisten, da mein "Haupthobby" zu der Zeit noch die Musik war und ich alles Geld in Instrumente und Zubehör gesteckt habe.

Von dem kleinen Newton versprach ich mir damals mehr am Himmel sehen zu können, da er ja doch 16mm mehr an Öffnung aufweisen konnte. Was ich damals dabei natürlich unwissentlich nicht berücksichtigt hatte, war die Obstruktion eines Newtonteleskops - die Abschattung eines Teils des Hauptspiegels durch den Fangspiegel. Somit kam es wie es kommen mußte, dass Teleskop stand auch mehr im Keller, als dass es zum Beobachten genutzt wurde. Schnell wurde es nur noch zu besonderen Ereignissen hervorgeholt, wie z.B. der totalen Sonnenfinsternis 1999 oder dem Venustransit 2004.

Am 24.12.2007 gab es wieder eine besondere Konstellation am Himmel zu beobachten - eine Marsbedeckung durch den Mond wurde uns quasi vom Christkind beschert. Auch dieses Ereignis war mal wieder Anlass dafür, den kleinen Newton aus seinem Kellerverlies zu befreien. Durch Wolkenlücken konnte ich die Bedeckung beobachten und auch fotografieren. Das bescheidene Ergebnis ist in meiner Fotogallerie "Planeten" zu sehen. Dieses Ereignis entfachte bei mir das "Astrofeuer" erneut und da es musikalisch bei mir im wahrsten Sinne des Wortes ruhiger geworden war, beschloss ich mir endlich ein vernünftiges Teleskop zu kaufen und so richtig loszulegen mit der Sternenhimmelerkundung.

Somit verschwand der kleine Newton wieder in den Keller bis meine große Tochter Lea, zu dem Zeitpunkt 9 Jahre jung, kund tat, dass sie mich gerne zu einem Teleskoptreffen begleiten würde, was ich große Klasse fand. Dabei kam mir der Gedanke, dass es für sie sicher toll wäre, wenn sie ihr eigenes Teleskop mitnehmen könnte. Da ich nun mitlerweile etwas mehr Wissen über Teleskope hatte, und erkannte, dass das Hauptproblem meines kleinen Newtons nicht die kleine Öffung war, sondern die schrottigen 0,96"-Okulare und die wackelige azimuthale Montierung, bzw. das Holzstativ, entschloss ich mich dazu, den Newton zum Dobson umzubauen und ihm auch einen 1,25"-Okularauszug zu verpassen, damit Lea mit besseren Okularen beobachten konnte. Mehr zum Umbau in meiner Rubrik "Selbstbau".

Und so sieht er nun aus, der kleine Dobson: