Start Astro-Zeichnungen

Warum zeichnet man am Teleskop? Nur eine Zeichnung kann wiedergeben, was man mit dem Auge durch ein Teleskop sieht. Eine Kamera hat den Vorteil, dass sie über einen Zeitraum x Licht sammeln kann. Dies kann aber das Auge, bzw. die Gehirnregion, die sich mit dem Sehen beschäftigt nicht. Da das Auge bei wenig Licht auch nicht farbempfindlich ist, werden Deepskyobjekte bis auf wenige Ausnahmen nur in Grautönen wahrgenommen. Anders ist das bei einer Kamera.

Zeichnen hilft auch enorm bei der Detailwahrnehmung. Da es ja schon ´ne Weile dauert, bis man ein Objekt gezeichnet hat, befasst man sich viel intensiver mit dem Objekt, da man viel länger draufschaut, als man das beim reinen Beobachten macht. Dadurch werden deutlich mehr Details wahrgenommen, die dann auch in die Zeichnung einfließen.

Bisher gibt es nur wenige Zeichnungen von mir, weshalb ich sie hier direkt im Beitrag zeigen möchte. Gezeichnet wurde direkt am Teleskop mit Bleistift auf einem weißen Blatt Papier. Die Zeichungen wurden im Anschluß eingescanned und mit einem Bildbearbeitungsprogramm am Computer invertiert. Die Nebelregion der Zeichnung von NGC6992/5 wurde im Anschluß noch etwas weichgezeichnet.


NGC6992/5, der östliche Teil des Cirrusnebelkomplexes, ein Supernovaüberrest im Sternbild Schwan:












































Die "Kosmische 37" - hier auf dem Kopf stehend gezeichnet, so wie man sie im spiegelverkehrt abbildenden Newtonteleskop sieht:






















































NGC 7000, der Nordamerikanebel (seitenverkehrt, da ich am Refraktor mit Zenitspiegel gezeichnet habe):






















































Hier NGC7000 nochmal "richtig rum" gespiegelt, wie er am Himmel steht und von zahlreichen Fotos bekannt ist. Auch im lichtstarken Fernglas kann man ihn sehen, wenn auch ohne OIII-Filter nicht ganz so deutlich.


























M42 - Der große Orionnebel:






















































M81 und M82 - zwei Galaxien im Sternbild Große Bärin:






















































NGC2683 - eine Galaxie im Sternbild Luchs:





















































Sonne im Weißlicht:























































Sonne im Weißlicht - gezeichnet am 20x80 Fernglas:


















































Nachfolgende "Skizze" entstand am 06.07.2011, als ich sicher gehen wollte, dass ich die Supernova SN2011dh in der Galaxie M51 gesehen habe. Die Zeichnung, bei der es mir nur auf die Position der drei schwachen Sterne in Relation zu den beiden Galaxien ankam und nicht auf Authentizität der Galaxien an sich, habe ich nach der Beobachtungsnacht mit Fotos verglichen, die die Supernova in der Galaxie zeigten:













































NGC7635 - Bubblenebel:



















































M95 + Supernova SN2012aw:

















































IC434 + B33 - Pferdekopfnebel - Bitte Monitorhelligkeit so einstellen, dass der Emissionsnebel IC434 gerade so sichbar ist. Dies entspräche dann in etwa dem Anblick, den ich durch´s Teleskop hatte: