Start Über mich

Mein Name ist Heiko Mehring, bin 48 Jahre alt, verheiratet, Vater von drei Kindern und als Netzmeister beim Energieversorger Energie Waldeck-Frankenberg GmbH beschäftigt.

Für die Astronomie interessiere ich mich seit meiner Kindheit. Der Grund dafür liegt wahrscheinlich darin verborgen, dass ich schon immer von (unendlich) großen Dingen fasziniert war. Seien es die längst ausgestorbenen Dinos, die Pyramiden von Gizeh, Wolkenkratzer und Brücken, aber auch hohe Berge und das vom Ufer aus betrachtet unendlich groß wirkende Meer. Bei vorgenannten Dingen blieb es in meiner Kindheit beim Lesen des ein oder anderen Buches oder dem Anschauen einer Doku im Fernsehen. Bei der Astronomie sollte es aber sowohl in der Theorie als auch in der Praxis etwas mehr in die Tiefe gehen.

Im Alter von etwa 14 Jahren kaufte ich mir mein erstes Teleskop - ein Linsenfernrohr mit 60mm Öffnung und 700mm Brennweite. Aus mehreren Gründen verließ mich aber die Faszination des Beobachtens relativ schnell wieder und ich verkaufte das kleine Teleskop nach wenigen Jahren. Eine Kleinanzeige Mitte der Neunziger entfachte aber die Beobachtungslust erneut. Mit einem Newton-Spiegelteleskop mit 76mm Öffnung und ebenfalls 700mm Brennweite und den gleichen schlechten Okularen auf ebenfalls wackligem Stativ, zog ich wieder raus in die Nacht. Aber auch dieses Rohr stand die meiste Zeit ungenutzt im Keller, da es mir am Himmel auch nicht das zeigen konnte, was ich mir erhofft, bzw. vorgestellt hatte. Erst viel später wurde mir klar, dass nicht das Teleskop an sich das Problem war, sondern zum einen das wackelige Stativ als auch mangelndes Wissen über die Grundlagen für erfolgreiche Beobachtungen des Nachthimmels. Zu "besonderen Anlässen" wurde das Teleskop aber trotzdem immer wieder aus dem Keller hervorgeholt. Z.B. die totale Sonnenfinsternis 1999 oder auch der 2004 stattgefundene Venustransit wurden von mir damit beobachtet, wenngleich ich die Totalität der SoFi dank starker Bewölkung nicht beobachten konnte.

Das Teleskop wurde aber auch deshalb nicht oft genutzt, weil mein Haupthobby zu der Zeit (und auch später immer wieder) das Musizieren war. Als Keyboarder und Bassist diverser kleiner Hobbybands war ich damals in den Neunzigern und den beginnenden 2000er Jahren sehr aktiv - seltener bei Konzerten, dafür aber oft im Proberaum oder im heimischen Musikzimmer. Als dann aber einige meiner Mitmusiker aus beruflichen und ausbildungstechnischen Gründen aus meiner Gegend wegzogen, wurde es im wahrsten Sinne des Wortes ruhiger bei mir. Das Musikmachen selbst gelangte immer mehr in den Hintergrund, dass Basteln an meinen alten analogen Synthesizern und Samplern hingegen schien mich hobbytechnisch erstmal auszufüllen. Aber ich wollte auch Musik machen und so baute ich mir im Dachgeschoss unserer Wohnung ein kleines Homerecording-Studio, um allein Aufnahmen zu machen. Aber da ich mich allein nur äußerst selten dazu motivieren konnte, im stillen Kämmerlein vor mich hinzumusizieren, wurde der Raum eher ein Ausstellungsraum für alte analoge Musikelektronik.

Ende 2007 war dann mal wieder ein besonderes Ereignis am Sternenhimmel zu beobachten - eine Marsbedeckung durch den Mond. In den frühen Morgenstunden des 24. Dezembers baute ich mein kleines Newton-Teleskop in unserer Einfahrt auf und beobachtete durch kleine Wolkenlücken hindurch die etwa 10 Minuten andauernde Marsbedeckung (s.a. mein Fotoalbum Planeten). Dieses Ereignis war selbst in meinem Billigteleskop mit den schlechten Okularen ein sehr spannendes Erlebnis. Mit meinen Augen zu sehen, wie sich unser Mond langsam vor den weiter entfernten Planeten Mars schob und diesen nach ein paar Minuten wieder frei gab, faszinierte mich so sehr, dass ich in den Tagen darauf beschloss wieder öfters nachts rauszugehen, um die Schönheiten des Sternenhimmels zu beobachten. Da mir aber klar war, dass mich die Lust schnell wieder verlassen würde, wenn ich mir nicht endlich mal ein gescheites Teleskop zulegen würde, schmökerte ich mich diesbezüglich erstmal kreuz und quer durchs längst auch für Normalbürger zum Standard gewordene Internet und meldete mich noch im besagten Dezember in einem Astronomieforum an, um meine letzten Fragen beantwortet zu bekommen.

Diverse Teleskope haben seit dem den Weg zu mir gefunden, ein paar durften bleiben, andere wurden wieder verkauft. Mein Hauptinstrument für die visuelle Beobachtung ist aktuell ein 12" f/5 Dobson (s.a. unter Mein Equipment) .

Seit der o.g. Marsbedeckung bin ich so ziemlich jede klare Nacht draußen, mal über mehrer Stunden und mit visuellem und/oder Fotoequipment, mal aber auch nur mal für ein paar Minuten mit den bloßen Augen oder nur mit einem Fernglas bewaffnet. Und das nicht nur am Wochenende. Die beobachtende Astronomie kann eigentlich auch kein Wochenendhobby sein, da es viel zu wenige klare Nächte im Jahr gibt und man daher auch mal in Woche den klaren Himmel genießen sollte.

Neben der visuellen Beobachtung fotografiere ich auch gerne am Nachthimmel, allerdings nur mit relativ geringem Aufwand, wodurch die Qualität meiner Fotos auch recht bescheiden ist. Dazu aber mehr in dem Kapitel "Astro-Fotos".

Finden kann man mich auch unter meinem Pseudonym "Hico" in diversen Astronomie-Internetforen, wo ich mir gern von Gleichgesinnten Hilfe hole oder Tipps geben lasse, aber auch mein Wissen und meine Erfahrungen gern an Jung und Alt weitergebe.













Für die Volkshochschule - Waldeck-Frankenberg biete ich auch seit Jahren einen Astronomiekurs für Einsteiger an. Der nächste Kurs über vier Abende á 90 Minuten inkl. einem Beobachtungsabend unter dem Sternenhimmel, wird voraussichtlich im Herbst 2021 stattfinden. Über zahlreiche Anmeldungen freuen wir uns sehr.

Sehr gerne führe ich auch hin und wieder kurzfristig geplante öffentliche Beobachtungsabende/-tage durch, an denen ich mich ganz nach John Dobson und den Sidewalk-Astronomers (engl. Bürgersteig-Astronomen) an einen belebten Platz stelle und anbiete Mond, Planeten oder am Tage auch mal die Sonne durch eines meiner Teleskope zu betrachten. Dies wird sehr gern angenommen und mir macht es immer wieder viel Freude in erstaunte Gesichter zu schauen und Fragen zu den Objekten im All zu beantworten.

Ich hoffe ich habe Sie mit dem langen Text nicht allzusehr gelangweilt und wünsche noch viel Freude beim Stöbern auf meiner kleinen Astroseite.

Viele Grüße und klaren Himmel
Heiko Mehring