Start Astro-Fotos

In erster Linie würde ich mich als visuellen Beobachter des Sternenhimmels bezeichnen. D.h. meistens beobachte ich direkt mit dem Teleskop oder einem Fernglas die Objekte des Sternenhimmels. Da ich aber auch gerne fotografiere, hat es mich auch schon immer gereizt, Objekte des Sternenhimmels abzulichten. Dies gestaltet sich vor allem aus dem Grund als ziemlich schwierig, da sich die Erde dreht.

Warum spielt das eine Rolle? Die Objekte am Sternenhimmel sind so lichtschwach, dass man meist länger belichten muß, um sie überhaupt sehen zu können. Voraussetzung für eine Langzeitbelichtung ist aber, dass sich das zu fotografierende Objekt im Blick der Kamera nicht bewegen darf, da sonst die Aufnahme "verwackelt", so wie wir das am Tage vom Fotografieren von schnellen Objekten in nicht so heller Umgebung kennen. Da man in der Astrofotografie oft mit höheren Brennweiten fotografiert, fällt die Erdrehung schon bei sehr kurzen Belichtungszeiten auf. Um dies auszugleichen, befestigt man das Teleskop mit der Kamera auf einer sogenannten parallaktischen Montierung, die zum einen genau auf den Himmelspol ausgerichtet werden muß und dabei von Motoren so angetrieben wird, dass die Drehbewegung der Rektaszensionachse die Erdrehung kompensiert. Da die meisten Getriebe nicht 100%ig exakt laufen, muß man ab einer bestimmten Belichtungszeit die Nachführung der Montierung kontrollieren, um dem ungleichmäßigen Lauf der Antriebe entgegenwirken zu können. Dies geschiet i.d.R. unter Zuhilfenahme eines Computers, der anhand eines zweiten Teleskops (Leitrohr) mit einer zweiten Kamera (Guidingkamera) die Position eines Sterns kontrolliert und die dabei gemessenen Sternbewegungen in Steuersignale für die parallaktische Montierung umsetzt. Diese Guding genannte "Zeremonie" ist mir persönlich aber viel zu aufwendig, weshalb ich grundsätzlich mit freilaufender Montierung fotografiere. D.h., dass ich mit meinem 6" f/5 Newton-Teleskop mit 762mm Brennweite montiert auf meiner Meade LXD-75 Montierung bei gut gelungener Einnordung maximal zwischen 90 und 120 Sekunden belichten kann, wobei ich dabei aber auch schon ca. 10-20% Ausschuß durch den periodischen Schneckenfehler der Montierung in Kauf nehmen muß.

Aber auch ohne eine parallaktische Nachführung kann man bereits erste Erfahrungen in Sachen Astrofotografie sammeln. Mit geringen Brennweiten, wie sie Weitwinkelobjektive bieten, kann man bereits von einem einfachen Fotostativ aus schöne Sternfeldaufnahmen schießen. Damit die Sterne dabei durch die Erddrehung nicht zu Strichen werden, darf die Belichtungszeit dann aber nur einige Sekunden betragen.

Bei Strichspuraufnahmen allerdings, ist der Effekt der Strichbildung bei einer Langzeitbelichtung durchaus gewollt. Mein erstes Astrofoto war so eine Strichspuraufnahme.


Dieses Foto habe ich Mitte der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit der alten Spiegelreflexkamera meines Vaters geschossen. Was für einen Film ich für diese Aufnahme verwendet habe, weiß ich leider nicht mehr. Die Belichtungszeit müßte bei ca. 1,5 Stunden gelegen haben. Die hellen Flecken rechts im Bild rühren daher, dass das Foto mitlerweile fest mit der Glasscheibe des Bilderrahmens verbacken ist. Beim Versuch es für diesen Scan abzuziehen, habe ich es leider etwas beschädigt.







Aber nun zu meinen Fotos, die alle bis auf wenige Ausnahmen nach meinem Wiedereinstieg in die Astronomie Ende 2007 entstanden sind. Der Übersicht halber habe ich die Fotos nach folgenden Objektkategorien sortiert:

- Sonnensystem

- Deepsky

- Übersichtsaufnahmen

Diese Objektkategorien sind teilweise wieder in Unterkategorien aufgegliedert.

Während die vorgenannten Kategorien jeweils verschiedene Einzelobjekte bis hin zu kompletten Sternbildern und Himmelsregionen zeigen, haben die folgenden Kategorien andere Inhalte, die sich nicht auf ein Objekt im All beziehen (mit Ausnahme der Satelliten und Raumfahrzeuge).

- Stimmungsbilder

- Satelliten und Raumfahrzeuge

- Sonstige Himmelserscheinungen

 

Ich wünsche viel Freude beim Anschauen.